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Artikel: The suit that travels well

The suit that travels well

The suit that travels well

Ein guter Anzug muss nicht nur morgens gut aussehen.

Ein Arbeitstag, ein Termin am anderen Ende der Stadt, eine Zugfahrt nach Hamburg, ein Flug nach London – und am Abend vielleicht noch ein Essen. Das Sakko landet zwischendurch über einer Stuhllehne, im Zug wird es wärmer als gedacht und am nächsten Morgen soll alles wieder so aussehen, als wäre nichts gewesen.

Gerade bei einem Anzug, der häufig getragen wird oder mit auf Reisen geht, sind deshalb Eigenschaften wichtig, die man beim ersten Griff nach einem Stoff nicht unbedingt bemerkt.

Feinheit und Weichheit sind schön. Aber sie sind nicht alles.

TRAVEL DOESN’T HAVE TO MEAN TECHNICAL.

Unter dem Begriff „Travel Suit“ findet man heute häufig Stoffe mit Stretchfasern oder anderen technischen Eigenschaften. Dabei besitzt gute Wolle von sich aus vieles, was wir von einem Anzug im Alltag erwarten.

Entscheidend ist nicht allein, wie fein die Wollfaser ist. Garn, Zwirnung, Webart und Gewicht bestimmen ganz wesentlich, wie sich ein Stoff trägt und wie er sich nach einem langen Tag verhält.

Stärker gezwirnte Garne können einem Tuch mehr Rücksprungkraft verleihen. Eine offenere Webart lässt Luft besser zirkulieren. Etwas mehr Gewicht wiederum sorgt für Stabilität und einen ruhigen Fall.

Den einen perfekten Reisestoff gibt es deshalb nicht.

Es gibt nur Stoffe, die besser oder schlechter zu dem Leben passen, das man mit ihnen vorhat.

LIGHTNESS. SCABAL COSMOPOLITAN.

Ein gutes Beispiel ist Scabal Cosmopolitan.

Die leichte, offene Konstruktion aus feiner Merinowolle macht Cosmopolitan angenehm atmungsaktiv und damit zu einer ausgezeichneten Wahl für Reisen, wärmere Büros und lange Tage, an denen ein schwererer Anzug irgendwann einfach zu viel wird.

Interessant ist aber, dass dieselben Eigenschaften keineswegs auf den Business-Anzug beschränkt sind.

Wir verwenden Cosmopolitan beispielsweise auch für unseren Dinner Suit. Mit Seidenrevers und der entsprechenden Verarbeitung wird aus dem leichten Wollstoff ein ausgesprochen eleganter Abendanzug.

Derselbe Stoff kann so morgens ins Büro und abends zu Black Tie führen. Nicht der Anlass definiert also zwangsläufig den Stoff. Entscheidend ist, was man daraus macht.

WHEN A LITTLE MORE IS MORE.

Es gibt allerdings Tage – und Jahreszeiten –, an denen Leichtigkeit gar nicht das wichtigste Kriterium ist.

Dann darf ein Stoff mehr Substanz haben. Ein höheres Gewicht gibt dem Anzug einen anderen Fall, vermittelt Ruhe und kann gerade im Herbst und Winter ausgesprochen angenehm sein.

Scabal The Royal ist für uns ein Beispiel für diese andere Seite des Spektrums: klassische Schneiderqualität, ein voller, eleganter Griff und genügend Substanz für einen Anzug, der nicht möglichst leicht sein möchte.

Cosmopolitan und The Royal verfolgen damit zwei unterschiedliche Wege zum selben Ziel.

Ein Anzug soll sich seinem Träger anpassen – nicht umgekehrt.

CHOOSE THE CLOTH FOR THE LIFE IT WILL HAVE.

Bei der Stoffauswahl beginnen wir deshalb gerne mit einer ziemlich einfachen Frage:

Wo werden Sie diesen Anzug tragen?

Ein Anzug für klimatisierte Büros in Singapur verlangt nach etwas anderem als einer, der im November zwischen Berlin und Hamburg unterwegs ist. Wer jede zweite Woche einen Anzug in den Koffer packt, stellt andere Anforderungen an einen Stoff als jemand, der ihn vor allem zu besonderen Anlässen trägt.

Die höchste Super-Zahl ist dabei ebenso wenig automatisch die beste Wahl wie der leichteste oder teuerste Stoff.

Der richtige Stoff ist derjenige, der zu seinem Einsatz passt.

Und ein wirklich guter Anzug ist vielleicht der, der am Ende eines langen Tages noch immer so aussieht, als hätte dieser gerade erst begonnen.